Tatabánya

Tatabánya Kreisfreie Stadt
2800 Tatabánya, Fõ tér 6.
Tel: 34/515-700
E-mail: postmaster@tatabanya.hu
Bürgermeister: János Bencsik

Tatabánya liegt am Fuße vom Kohegy (Steinberg), im Tal zwischen den Gerecse- und Vértes-Gebirgen. Von ihrer Lage her ist die Stadt ein Verkehrsknotenpunkt. Die Stadt wird von der Autobahn M1 zwischen Wien-Budapest berührt bzw. von der Eisenbahnlinie durchquert. Ihre Entfernung von der Hauptstadt ist 55 km. Tatabánya ist der Sitz des Komitates und eine kreisfreie Stadt.

Auf diesem Gebiet lebten beinahe vor 300.000 Jahren schon Menschen. Die von der alten und neuen Steinzeit stammenden Funde bewahrte die von dem Turul-Denkmal ein paar hundert Meter entfernte Szelim-Höhle bzw. die Sandgrube in Felsogalla für die Gegenwart.

Vor der Landnahme erstreckte der mährische Fürst Swatopluk seine Macht auf dieses Gebiet, dessen Heere wurden dann der Sage nach an der Grenze von Bánhida von der Armee von Árpád besiegt. Zur Erinnerung wurde im Jahre 1907 das Turul-Denkmal errichtet, das die größte Vogelstatue auf der Welt und zugleich die größte Bronzstatue in Mitteleuropa ist.

Die Namen der Vorgängersiedlungen von Tatabánya kommen schon in den Frühzeiten in den ungarischen Geschichtsquellen vor. Über Galla finden wir in einer Urkunde 1251 erstmal eine Erwähnung. Die Benennungen Kisgalya (Kisgalla) und Galya-maior (Nagygalla) kommen in der Urkunde 1441 vor. Bánhida als Siedlung erscheint in der Urkunde 1288 von IV. (Kun) László.

Graf Esterházy ließ im 18. Jahrhundert in den während der Türkenherrschaft entvölkerten Dörfern Koloniste ansiedeln. So kamen die Deutschen nach Alsó- und Felsõgalla und die Slowaken nach Bánhida.

Die Grubenaufschlüße am Ende des 19. Jahrhunderts veränderten das Leben und Gesicht der Gemeinden. Im Jahre 1891 kaufte die Fa. Magyar Általános Koszénbánya Rt (Steinkohlenwerk AG) das Recht für Kohlenausbeutung, und zu Weihnachten 1896 kam der erste Grubenwagen Kohle an die Oberfläche. Der Bergbau und die Industrie drängten die Tätigkeiten für Landwirtschaft und Tierzucht zurück.


Die Einwohnerzahl und wirtschaftliche Bedeutung der vier Siedlungen haben bis 1947 so zugenommen, daß die Vereinigung zu einer Stadt begründet wurde. Die Urkunde, die die Gründung von Tatabánya erklärt, ist vom 1. Oktober 1947.

Der "Bergbau- und Industriestadt"-Charakter war bis zu den 90er Jahren betont, seitdem haben sich der Bergbau und Schwerindustrie wesentlich vermindert und die wirtschaftliche Struktur der Stadt verändert. Die früher führenden Industriebranchen, wie Kohle-, Bauxit- und Steinbergbau, Zementproduktion, Aluminiumindustrie und Bauindustrie sind nicht mehr vorhanden oder haben eine kleinere Bedeutung.

Auf dem Gebiet der Industrie sind statt der früheren Großunternehmen zur Zeit die Nachfolgerunternehmen charakteristisch, die kleinere Personal beschäftigen, zum Teil den alten Tätigkeitsbereich behalten und sich der Anforderungen des Marktes dynamisch anpassen. Als Folge der Wirtschaftsentwicklungsarbeit erschienen die ausländischen Investoren in der Stadt.

Die Kultur wurde um ein Theater und ein Stadtmuseum, das Sportleben um ein Kunsteisbahn, das Unterrichtswesen um zwei Hochschulen, das Gesundheitswesen um ein neues Krankenhaus und das Land um eine blühende Stadt reicher.

Verkehr

Tatabánya liegt verkehrsgünstig.

Straße: Die Stadt wird von der Autobahn M1 (E60, E75) zwischen Wien-Budapest mit zwei Ausfahrten berührt, die Landeshauptstraße Nr. 100 durchquert Tatabánya.

Autobus: Durch die frequentierte Lage der Stadt sichern Fernautobuslinien die Verbindung mit den umliegenden Großstädten und Gemeinden.

Eisenbahn: Die schnellste Eisenbahntrasse Ungarns erstreckt sich zwischen Budapest und Hegyeshalom, deren zwei Bahnhöfe sich in Tatabánya befinden.

Hafen: Der Hafen an der Donau bei Komárom ist leicht zu erreichen in einer Entfernung von 33 km.

Flughafen: Ein Rasenflugplatz befindet sich bei Kecskéd, 10 km von Tatabánya entfernt. Er ist geeignet, Personen- sowie Güterverkehr im Inland abzuwickeln. Die internationalen Flughäfen (Wien 200 km, Budapest 60 km) sind auf der Autobahn leicht erreichbar.

Grenzstationen: In Komárom, 33 km von Tatabánya entfernt, gibt es Straßen- und Eisenbahngrenzübergänge, in Esztergom, 42 km von Tatabánya entfernt, gibt es einen Wassergrenzübergang zur Slowakei.

Information von Tatabánya

 
Készült a Tér-Kép Program keretében, 2002.